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Junge Menschen überall in Europa sollen mindestens zwei
Fremdsprachen erlernen.
Das fordert Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) bei
der Eröffnung des Europäischen Jahr der Sprachen. Fremdsprachen zu
beherrschen, gehöre inzwischen zu den grundlegenden Fertigkeiten. Auch das
deutsche Bildungssystem stehe vor der großen Herausforderung, jugendliche auf
eine Kultur der Mehrsprachigkeit vorzubereiten.
`` Wer mehrere Sprachen spricht ist beruflich und privat mobil
und findet Zugang zu anderen Menschen und Kulturen,....und auch zu anderen
Wirtschafts- und- Arbeitsmärkten, sagte die Ministerin. Die Präsidentin der
Kultusministerkonferenz, Annette Schavan (CDU), wie auch Bulmahn, riefen dazu
auf, sich nicht auf Englisch als Fremdsprache zu beschränken. Die Sprachen der
jeweiligen Nachbarstaaten böten sich dazu an, etwa Französisch in der
Rheinregion, Niederländisch in NRW und Polnisch in Brandenburg. All das müsse
möglichst früh, in der Grundschule oder sogar schon im Kindergarten beginnen.
Mit zweisprachigen Unterricht gibt es nach Schavan´s Worten
ebenfalls gute Erfahrungen. ``Wir müssen in Zukunft darüber nachdenken, ob
jede Fremdsprache mit hohem Stundenaufwand über viele Jahre hinweg vermittelt
werden muss. Denkbar sind auch fremdsprachliche Lehrgänge von begrenzter Dauer,
die kommunikative Grundfertigkeiten vermitteln und die Basis für eigenständige
Vertiefung bieten. Denkbar ist bilingualer Sachunterricht in der Fremdsprache,
die bereits in der Grundschule erlernt wurde´´, regte Schavan an. Sie ist
zugleich Schulministerin in Baden-Württemberg.
Junior English 2002
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